Hundetrainer Beruf

Beruf Hundetrainer Definition


Berufsbezeichnung: Hundetrainer/In

"Hundetrainer" ist keine geschützte Berufsbezeichnung. Das bedeutet, dass sich grundsätzlich jeder so nennen und bewerben kann, unabhängig davon, welche Ausbildung er absolviert hat und ob er überhaupt eine Ausbildung durchlaufen hat. Gewerblich tätige Hundetrainer benötigen jedoch seit Inkrafttreten des neuen § 11 TierSchG im Sommer 2013 eine behördliche Erlaubnis, um als Hundetrainer arbeiten zu dürfen. Dass nur gut geschulte Fachleute Gutes für Mensch und Hund bewirken können, wird auch immer mehr Hundehaltern bewusst - die dann entsprechend nach solchen Trainern suchen. Für deren Leistungen sind sie auch bereit, mehr Geld auszugeben und langfristig Trainings- und Freizeitangebote mit Hund in Anspruch zu nehmen.

Definition des Hundetrainers

Die wesentliche Aufgabe eines Hundetrainers liegt in der gemeinsamen Arbeit mit dem Hundebesitzer und seinem Hund - sowohl im Einzeltraining von Welpen und erwachsenen Hunden wie auch bei der Leitung von Welpen-, Junghunde- und Erwachsenengruppen. Der Hundetrainer ist gefragt, wenn die Halter erzieherische Probleme mit ihren Hunden haben und unter seiner direkten Aufsicht erwünschte Verhaltensweisen etablieren und ihre Entwicklung fördern möchten.

Hundetrainer Verbreitung

Noch vor 10 Jahren konnte man durch eine Zählung der Hundeschulen im Rahmen einer Dissertation ca. 750 Hundeschulen ermitteln. Heute hat sich die Zahl mehr als verdoppelt, im Durchschnitt betreut eine Hundeschule rund 160 Hunde jährlich. Bei mehr als der Hälfte der Schulen arbeiten zwei, drei oder sogar noch mehr Hundetrainer als Assistenten mit.

Die größte Dichte an Hundeschulen gibt es in Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Bayern und Hessen. Die geringste Dichte ist in Sachsen und Brandenburg zu verzeichnen.

Jede fünfte Hundeschule bietet zusätzliche Dienstleistungen wie Hundepension, Day Care, Gassi-Service oder Pflegestellen an. Jede zweite hat den Verkauf von Futtermitteln und Hundezubehör im Programm.

Hundetrainer Bedarf

Die älteste Hundeschule bestand zum Zeitpunkt der Zählung von 10 Jahren bereits 56 Jahre. Inzwischen hat ein regelrechter Run auf Hundeschulen stattgefunden. Bei unserem gerade durchgeführten Vergleich von 30 Schulen liegt das durchschnittliche Alter einer Hundeschule bei ca. 4,6 Jahren. Wenn eine Schule ein sogenannter Ein-Mann-Betrieb ist, hängt der gesamte Erfolg von dieser einen Person ab. Beschäftigt ein Hundetrainer auch Mitarbeiter, sieht sich der Inhaber einer Hundeschule mit beachtlichen betriebswirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert. Denn damit sind Kenntnisse über Hunde und das Handwerk des Hundetrainings UND zur Führung eines Betriebes erforderlich.

Hundetraining ist Wissenschaft - keine Ansichtssache!

Das Wissen über Hunde hat im Laufe der Historie gewaltig zugenommen. Obwohl Hundeerziehung schon bei den alten Griechen und in der Antike praktiziert wurde und man Erfahrungen von Generation zu Generation weitergab, schöpfte die Entwicklung der biologischen Fächer und der Lernforschung erst in jüngster Vergangenheit vermutlich mehr Wissen über Hunde als in der gesamten Hundegeschichte. Für unsere Hunde kann das nur zu begrüßen sein. Autodidakten aber, die versuchen, sich auf eigene Faust als Hundetrainer aus- oder weiterzubilden, haben es damit aber auch immer schwerer, sich in der Vielfalt der Literatur und der breiten Palette von Ansichten und Methoden über die Erziehung und Ausbildung des Hundes zurecht zu finden. Das gilt umso mehr, wenn der Interessent das Handwerk des Hundetrainings von Grund auf erlernen will.

Allein in Deutschland gibt es zahllose Erziehungsphilosophien und Trainingsansätze, die häufig sehr einseitige Konzepte vermitteln. Zum Leidwesen der Hunde und ihrer Besitzer. Unter verschiedenen Ausbildungsanbietern die Spreu vom Weizen zu trennen, ist dennoch nicht leicht. Hier bleibt nur, Angebte und Ausbildungsinhalte eingehend zu vergleichen, kritische Fragen zu stellen und den gesunden Menschenverstand walten zu lassen. Eine gute Ausbildung kostet immer Zeit - und wer von seiner Ausbildung erwartet, ihn mit dem tatsächlich erforderlichen Rüstzeug auszustatten, wird Hundetrainer nicht in einem oder anderthalb Jahren. Schon gar nicht berufsbegleitend.

Gute Ausbildungen erkennen

Eine gute Hundetrainer Ausbildung bietet in verständlicher Form alles, was zum Erreichen des Lernzieles notwendig ist. Sie findet nicht in der Hundeschule "um die Ecke" statt und zwingt weder Methoden noch Ansichten auf, sondern stellt wertfrei verschiedenste Lösungsansätze inklusive aller Vor- und Nachteile vor. Sie verfügt über die notwendigen Ressourcen, um ganzheitlich ausbilden zu können, erstellt in Zusammenarbeit mit Ethologen, Verhaltensforschern, Tierärzten und erfahrenen Praktiker eigene Literatur mit entsprechendem wissenschaftlichen Hintergrund, sorgt für ausreichendes Anschauungsmaterial und hält Präsenzseminare und Praktika vor, die gerade im erzieherischen Bereich unentbehrlich sind, um eine angemessene Betreuung der Lernenden zu gewährleisten und Fehlern bei den ersten Arbeitsschritten mit dem Hund vorzubeugen.

In allen Hundeschulen werden zu 95 Prozent Familienhunde ausgebildet. Mehr als 40 Prozent der Hunde sind dabei jünger als ein Jahr. Die meisten Hunde werden bis zu einem Alter von 7 Jahren in Hundeschulen vorgestellt. Die meisten Hundebesitzer suchen den Rat eines Trainers mit dem Ziel einer Grundausbildung für den Hund - etwa in Bezug auf Leinenführigkeit, Grundgehorsam, sozialer Verträglichkeit oder wegen unerwünschtem Jagdverhalten.

Drei Viertel aller Hundeschulen melden einen Anteil von Problemhunden zwischen 5 und 50 Prozent. Das verlangt von einem Hundetrainer entweder, diese Fälle an einen Kollegen weiterzugeben, der sich auf Problemverhalten spezialisiert hat oder sich in das spannende, aber auch sehr anspruchsvolle Gebiet der Verhaltensanalyse, Verhaltensberatung- u. therapie einzuarbeiten.

Die ATN bietet hierfür geeignete Angebote hoher Qualität an.

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