Hundetrainer Aufgaben

Aufgaben eines Hundetrainers

Aufgaben eines Hundetrainers

Warum sollte man Hundetrainer werden?

Tatsache ist, dass unsere Hunde gute Trainer brauchen. Dringend! Und dass auch Hundebesitzer gute Hundetrainer brauchen. Denn kaum jemand wächst heute noch so selbstverständlich wie früher in innigem Kontakt mit Tieren und Natur auf. Damit büßen Menschen nicht nur Fähigkeiten und Lebensqualität ein, was den Autor Richard Louv sogar den Begriff der Naturdefizit-Störung prägen ließ. Sie verlieren damit auch die „Magie kindlicher Verbundenheit“ mit anderen Lebewesen – die Verbundenheit, die das Entdecken lehrt, das Mitfühlen und Beobachten und das angstfreie, respektvolle und behutsame Ausprobieren. Der Hund ist wahrscheinlich dasjenige Tier, das die stärkste Verbindung zur Natur wieder herzustellen fähig ist, und entsprechend lasten auf ihm oft sehr hohe Erwartungen und viele unbewusste Wünsche. Der Hundetrainer ist derjenige, der den Weg zu dieser Verbundenheit zwischen Mensch und Hund und damit auch zur Natur wieder ebnet. Und sich deshalb längst nicht nur darum kümmert, dass ein Hund schlicht „funktioniert“.

Liebe zum Hund reicht dafür allein nicht aus. Auch die Fähigkeit "gut mit Tieren" umgehen zu können oder der innige Wunsch, mit Tieren arbeiten zu wollen und etwas Gutes für Tiere zu tun, ist nicht genug, um ein guter Hundetrainer zu werden.

Hundetrainer sollte nur werden, wer auch „mit Menschen kann" und die Bereitschaft hat, auch in Kontakt mit Menschen immer weiter dazuzulernen. Hundetrainer kann nicht nur ein Beruf, sondern eine echte Berufung sein, wenn zur Fähigkeit "gut mit Tieren“ umgehen zu können auch die Bereitschaft vorhanden ist, Zugang zu den Menschen zu finden, Freude daran zu haben, Menschen anzuleiten und Erfolg und persönliches Glück darin zu sehen, wie Mensch und Hund nach dem Training entspannter miteinander umgehen, mehr miteinander in Kontakt sind – und letztendlich auch insgesamt glücklicher miteinander sind.

Dazu braucht es natürlich sehr viel mehr als Wissen über „Hundeerziehung“. In unserer ATN-Ausbildung zum Hundetrainer vermitteln wir Ihnen dieses gern!

Was kann ich mit der Ausbildung zum Hundetrainer anfangen?

Der Arbeitsmarkt für Hundetrainer ist vielfältig. Sie können das Allround-Angebot einer Hundeschule anbieten - mit Welpen-und Junghundestunden, Einzeltrainings, Freizeitgruppen, Beratungen für ratsuchende Hundehalter und vielen weiteren Angeboten. Auch wenn das von vornherein Ihr Ziel sein mag, ist es für den Anfang sicher viel zu viel verlangt.

Sie brauchen Zeit, sich einzuarbeiten und Erfahrungen zu sammeln. Daher sollten Sie sich zu Beginn auf wenige Arbeitsbereiche spezialisieren, daran wachsen und darauf aufbauend Stück für Stück ihren Arbeitshorizont erweitern. Die Hundetrainer-Ausbildung an der ATN ist auf einen solchen Berufseinstieg optimal abgestimmt und führt Sie nicht zuletzt mithilfe der Praxisseminare und dem Praktika- und Hospitationskonzept auf diesen, sich ständig weiterentwickelnden Weg.

Bitte überfordern Sie sich nicht - das schadet ihrem Image und lässt frustrierte Menschen und Kunden zurück. Geben Sie sich Zeit, im Alltag des Hundetrainings zu wachsen - Zeit, damit sich Ihre Stärken entwickeln können und Zeit, damit Sie sich auch selbst darüber bewusst werden, wo Ihre wahren Interessen und wo vielleicht nicht unbedingt ihre Stärken liegen. Niemand ist perfekt - und braucht es auch nicht sein! Für jeden findet sich eine ganz individuelle Nische, in der er zum Wohl von Mensch und Hund arbeiten kann.

Hat der Beruf des Hundetrainers auch "Schattenseiten"?

Hundetrainer ist für viele ein Traumberuf. Seine „Schattenseiten“ hat er dennoch. Eine davon betrifft die Arbeitszeiten, die weit überwiegend dann stattfinden, wenn die Kunden Frei-Zeit haben, etwa am Wochenende oder nach Feierabend. Das wirkt sich oft nicht sehr familienfreundlich für den Hundetrainer selbst aus, vor allem dann nicht, wenn Hundetraining nebenberuflich angeboten wird. Erschöpfung und Burn-out kennen durchaus auch Hundetrainer. Daneben stellt der Hundetrainer-Job einige körperliche Herausforderungen, denn Hunde sind bewegungsfreudig, agil und stark (genau wie auch viele Hundebesitzer) – da sollte ein Trainer mithalten können, ganz gleich, ob es um Hundesport, Wanderungen oder den ganz normalen Hundeschulalltag geht, den der Trainer zumeist ebenfalls im „Bewegungsmodus“ bewältigen muss. Das bedeutet nicht, dass sich der Beruf nicht barrierefrei gestalten ließe, doch auch Trainer mit z.B. eingeschränkter Mobilität sollten körperlich fit und belastungsfähig sein. Nicht zuletzt beeinflussen Jahreszeiten und Witterung die Arbeitsbedingungen bisweilen maßgeblich.

Geschäftssinn entwickeln

Was vielen Hundetrainern besonders schwer fällt, ist, einen angemessenen Preis für eine gute Leistung zu fordern. Denn es gibt sie, die ohne Skrupel viel verlangen und wenig dafür leisten ebenso wie die, die gute Arbeit machen und regelrechte Dumpingpreise ausschreiben. Gute Kunden wissen hochwertige Leistungen aber auch wertzuschätzen und das in einem angemessenen Honorar auch zu versinnbildlichen. Hundetraining basiert wie jede andere Dienstleistung auf einer win-win-Situation für alle Beteiligten – Kunde, Hund und Trainer. Als Trainer den entsprechenden Geschäftssinn zu entwickeln, um vom Beruf auch leben zu können, ganz gleich ob in Vollzeit oder Teilzeit, kann durchaus auch eine Herausforderung sein.

Trennen zwischen Arbeit und Privatleben

Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist die psychische Belastung, die der Hundetrainerberuf mit sich bringen kann. Es kommt vor, dass sich familiäre Spannungen rund um einen Hund manifestieren, Hunde nicht adäquat gehalten oder behandelt werden und Halter sich dennoch empfohlenen Trainingsmaßnahmen verweigern. Bisweilen sieht sich ein Hundetrainer sogar aggressiven oder beleidigenden Angriffen ausgesetzt. Manche Kunden tragen persönliche Probleme mit sich herum, die in die Arbeit mit dem Hund hineinspielen, vom Trainer aber nicht behoben werden können. Es kann schwierig sein, „Arbeitsprobleme“ aus dem Privatleben herauszuhalten, bzw. sicherzustellen, dass Begleitumstände das Training nicht beeinträchtigen können.

Wer sich jedoch bewusst auch auf die Schattenseiten einlassen und sie bewältigen kann, für den birgt der Beruf des Hundetrainers eine Menge Potenzial für echtes Lebensglück. Denn Hundetrainer zu sein bedeutet, anderen helfen und für Menschen wie Hunde sehr viel Gutes bewirken zu können. Und außerdem macht der Job sehr oft einfach nur Spaß.

Wie bereitet mich die ATN auf die Anforderungen an Hundetrainer vor?

Die Kerninhalte der Ausbildung zum Hundetrainer an der ATN ruhen auf drei Säulen:

  • Ethologie
  • Lernverhalten/Training
  • Kommunikation mit Menschen

Die theoretische Ausbildung im Rahmen des Fernlehrganges "Hundewissenschaften" umfasst damit folgende Themen:

  • Ethologie und Ausdrucksverhalten von Wolf und Hund
  • Domestikation
  • Grundlagen des Lernverhaltens und Hundetrainings
  • Rassenkunde und rassespezifischen Besonderheiten im Hundetraining
  • "mit dem Hund unterwegs und in Haus, Hof und Garten"
  • Welpen- u. Jugendentwicklung
  • Mehrhundehaltung
  • Stress-, Angst- und Aggressionsverhalten
  • Kommunikation mit Kunden
  • Grundlagen von Verhaltensanalyse und Verhaltenstraining
  • weitere Themen zur Verhaltensberatung wie z.B. Territorialverhalten und Hyperaktivität, Anatomie, Gesundheit, Ernährung und Erste Hilfe, Probleme der modernen Hundezucht, Hundesport

Die praktische Ausbildung umfasst Pflicht- und Wahl-Seminare:

  • Lernen und Erziehung 1 und 2: An zwei aufeinander aufbauenden Seminarwochenenden sollen die theoretischen Grundlagen des Lernverhaltens von Hunden in die Praxis transferiert und die wichtigsten Grunderziehungsübungen (z.B. Kommen auf Ruf, Leinenführigkeit, Sitz, Platz usw.) erarbeitet werden. Durch Videoaufnahmen und Kleingruppenarbeit wird der Lernstoff vertieft. Die Seminare enthalten sehr viele Praxisanteile, bei denen vor allem mit Hunden der Teilnehmer gearbeitet wird. Kurze Theorieeinheiten sorgen für die nötige Anbindung an den theoretischen Hintergrund.
  • Lernen und Erziehung 3: Dieser Block widmet sich der Schulung der Beobachtungsgabe, insbesondere in der Kommunikation zwischen Mensch und Hund. Zudem werden die Themen von Lernen und Erziehung I und II weiter vertieft.
  • Verhaltenstraining 1: An diesem Wochenende beschäftigen wir uns damit, wie der Hund zu einem angenehmen und gut zu führenden Begleiter auf Spaziergängen wird. Wir zeigen auf, wie Hund und Mensch eine innige und vertraunsvolle Beziehung zueinander aufbauen. Des Weiteren werden verschiedene Übungen, Führtechniken und Hilfsmittel thematisiert, die über den Grundgehorsam hinaus sehr sinnvoll sein können.
  • Verhaltenstraining 2: An diesem Wochenende beschäftigen wir uns mit dem Thema Antijagdtraining und Nasenarbeit.
  • Ontogenese 1 und 2: An zwei Seminarwochenenden stehen Lernen und Verhalten bei Welpen, was Welpen brauchen, Prägung und prägungsähnliche Vorgänge, Welpen-Entwicklungsphasen sowie das Thema Bindung auf dem Lehrplan. Außerdem geht es um neueste Erkenntnisse aus der Neurobiologie und das Frühwarnkonzept ((Stress- und Lebensbewältigung), die Praxis der Realisierung von Welpenspielstunden und den Umgang und die Erziehung von Welpen (alles, worauf man achten muss). Des Weiteren beschäftigen wir uns mit allem, was Junghunde brauchen, wie sie lernen und sich im Jungehundealter und der Pubertät verhalten (Geschlechtsreife). Wir schauen uns Sozialspiel und Sozialkontakt an und gehen auf die Gefahren der Selbstdressur ein. Abschließend behandeln wir die realisierung von Junghundekursen sowie den Umgang mit und die Erziehung von Junghunden.
  • Drei weitere Pflichtseminare widmen sich folgenden Themen: Planung des Trainings von Kursen und Einzelstunden, Ausdrucksverhalten des Hundes und Kommunikation mit Kunden.

Hinweis

Die Ausbildung zum Hundetrainer befähigt sowohl zum Einzeltraining als auch zur Leitung von Gruppen. Lehrgangsziel des Fernlehrgangs "Hundewissenschaften" allein,(ohne Kombination mit der Praxis-Ausbildung zum Hundetrainer), ist die Stärkung der Wissensgrundlagen im Bereich Hundetraining und Hundehaltung, empfehlenswert vor allem für diejenigen, die bereits im Beruf Hundetrainer arbeiten, daher Praxiserfahrung haben und ihr Wissen auf den neusten Stand bringen möchten. Je nach Bedarf können einzelne Hundetrainer Kurse und Seminare ergänzend wahrgenommen werden.

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